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Druckdaten richtig anlegen für DTF: Der komplette Guide
Lesezeit: 10 Minuten | Autor: Marcus Harm, der Textilminister
Sauber angelegte Druckdaten sparen Zeit, Nerven und Geld. Der größte Frust beim DTF-Druck entsteht nicht beim Pressen, sondern davor: Hintergrund mitgedruckt, Auflösung zu niedrig, Datei gespiegelt. Dieser Guide zeigt dir Schritt für Schritt, wie du Druckdaten anlegst, die beim ersten Versuch perfekt rauskommen.
1. Das richtige Dateiformat
Für DTF-Druck akzeptieren wir vier Formate: PDF (PDF/X-4:2008), SVG, PNG (transparent) und TIFF. JPG akzeptieren wir nicht: kein Alpha-Kanal, fehlende Transparenz, oft RGB.
2. Farbraum: CMYK empfohlen, RGB geht auch
Wir drucken beide Farbräume präzise — RGB-Dateien musst du nicht umwandeln. Für maximale Farbtreue empfehlen wir CMYK mit dem Farbprofil ISO Coated v2 (ECI) bzw. FOGRA39 und Schwarzaufbau als Rich Black 40/40/40/100.
Pantone und HKS bitte vorher in CMYK wandeln: DTF ist ein Vierfarbprozess und kann keine Sonderfarben anmischen. Und ein ehrlicher Hinweis dazu: Neongrün, Royalblau und knalliges Magenta wirken gedruckt gedeckter als am Bildschirm. Das ist Physik, kein Datenfehler.
3. Weiß — das erledigt unser Drucker
DTF druckt echtes deckendes Weiß unter den Farben. Genau deshalb sieht DTF auf dunklen Stoffen brillant aus. Diese Weiß-Unterschicht musst du nicht selbst anlegen: Unser RIP erzeugt sie automatisch aus allen sichtbaren Flächen deiner Datei. Keine Extra-Ebene, keine Spotfarbe, kein Weißkanal.
Zwei Dinge musst du tun:
- Weiße Motivteile in reinem Weiß anlegen (CMYK 0/0/0/0 bzw. RGB 255/255/255). Alles, was weiß angelegt ist, wird auch weiß gedruckt.
- Alles, was nicht gedruckt werden soll, transparent lassen.
Die Faustregel: Weiß ist eine Farbe und wird gedruckt. Transparent ist nichts und bleibt Stoff. Bei UV-DTF gilt dasselbe — die weiße Grundierung setzen wir automatisch.
4. Auflösung
Bei Pixelgrafiken (PNG/TIFF): mindestens 150 dpi bei finaler Druckgröße, empfohlen 300 dpi. Entscheidend ist die Druckgröße, nicht die Originalgröße — ein 10-cm-Logo, das du auf 30 cm ziehst, hat nur noch ein Drittel seiner Auflösung. Bei Vektordateien (PDF/SVG) ist die Auflösung egal, die skalieren beliebig. Im Gangsheet-Editor siehst du direkt am Motiv, wenn es dafür zu klein aufgelöst ist.
5. Gespiegelt oder nicht?
Bei DTF-Folien nicht spiegeln. Der Drucker dreht die Datei automatisch, weil der Druck mit der Folie-Seite nach unten auf den Stoff kommt. Häufige Verwechslung mit Plotter-Flex — dort spiegelst du. Bei DTF nicht.
6. Hintergründe und Transparenz
Motiv freistellen: kein Hintergrund hinter dem Motiv — auch kein weißer Kasten, wie ihn ein JPG mitbringt. Alles, was nicht gedruckt werden soll, bleibt transparent.
Wichtig, weil es oft verwechselt wird: Gemeint ist nur der Hintergrund. Weiße Flächen, die zum Motiv gehören, gehören in die Datei und werden gedruckt. Ausgeblendete Ebenen vor dem Speichern löschen.
7. Sicherheitsabstand
Halte 5 mm Abstand zum Rand des Formats, damit beim Zuschnitt nichts angeschnitten wird — bei A4, A3 und bei der Meterware (58 × 100 cm). Einen Beschnitt musst du nicht anlegen, den fügen wir automatisch hinzu.
8. Schriften
Vor dem Speichern Schriften in Pfade umwandeln — sonst Schrift-Substitution. Oder PDF/X-4 mit eingebetteten Schriften speichern.
9. Profi-Datencheck
Zu komplex? Profi-Datencheck buchen — wir prüfen Farbraum, Auflösung, Hintergründe und Schriften und liefern eine druckfertige Datei zurück.
Checkliste vor dem Upload
- Format: PDF/X-4, SVG, PNG (transparent) oder TIFF
- Farbraum: CMYK empfohlen, RGB geht auch
- Auflösung: mind. 150 dpi bei Druckgröße, empfohlen 300 dpi
- Weiße Motivteile in reinem Weiß angelegt (Weiß-Unterschicht kommt von uns)
- Hintergründe komplett entfernt
- Schriften in Pfade umgewandelt
- 5 mm Abstand zum Formatrand
- Datei nicht gespiegelt
Für Hilfe: Anleitung | FAQ | marcus@buntwaesche.org